Glanum

Wenn diese alten Steine nur ihre Geschichte erzählen könnten…

Älgbert Elgson

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Glanum ist eine antike Stadt in der Provence mit bewegter und weitreichender Geschichte. Heute ist die Grabungsstätte mit angeschlossenem Besucherzentrum ganzjährig zu besichtigen und informiert über den Aufschwung und Niedergang der gallo-römischen Kultur.
Für die genauen Öffnungszeiten besuche bitte die offizielle Homepage.

Glanum
Glanum

Die Stadt hat eine bewegte Geschichte vorzuweisen. Gegründet wurde sie von den Kelten als Oppidum, das den Zugang zum Pass durch die Alpilles versperrte. Namensgebend war der keltische Gott „Glanis“, dem auch die dortige Heilquelle geweiht ist. Doch es waren die Griechen die im Laufe des 3. Jahrhunderts nach Christus der Stadt den Namen Glanum gaben.
Sie nutzten die günstige Lage als Handelsstützpunkt um vom heutigen Marseille aus mit dem Hinterland Handel treiben zu können. Die Griechen brachten außer ihren Waren noch ihre Schrift und ihren Baustil in die Provence. Sie errichteten in der ehemals keltischen Stadt zahlreiche Bauwerke nach griechischem Vorbild.

Im 2. Jahrhundert vor Christus bedrohten keltische Stämme immer öfter die griechische Stadt Massilia (heutiges Marseille), worauf die Bewohner die Römer um Unterstützung baten.
Diese entsandten 125/124 v. Chr. ihren Konsul Marcus Fulvius Flaccus mit seinem Heer. Ihm gelang es die keltischen Stämme zwei Jahre später völlig zu besiegen, das Land in Besitz zu nehmen und machte das Gebiet zur römischen Provinz Gallia Narbonensis.

So wurde Glanum zur römischen Kolonie. Es folgte eine weitere große Bauphase in der viele Tempel, repräsentative Gebäude aber auch Zweckbauten errichtet wurden. Heute sind hier vor allem das noch teilweise erhaltene Wassersystem, die Fundamente der Thermen, der etwas außerhalb gelegenene Triumphbogen und das danebenliegende Mausoleum zu sehen.

Nach kriegerischen Auseinandersetzungen wurde die Stadt im Jahr 260 aufgegeben und dem Verfall preisgegeben. Der Ort war jedoch noch bis ins Mittelalter als „Glano“ in den Karten eingezeichnet.

Die Funde der Grabungen in Glanum befinden sich zum großen Teil in Saint-Rémy-de-Provence im Hôtel de Sade, das im 15. Jahrhundert von einer reichen Färberfamilie aus Avignon anstelle eines älteren Herrschaftshauses errichtet wurde und in dem sich heute ein Archäologisches Museum befindet.

  • Glanum
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  • Mausoleum von Glanum | Mausoleum of Glanum
  • Triumphbogen von Glanum | Arc de Triomphe of Glanum
  • Mausoleum von Glanum | Mausoleum of Glanum

Anreise

Glanum liegt auf halber Strecke zwischen Avignon und Arles im Ort Saint-Rémy-de-Provence. Am einfachsten ist der Ort mit dem eigenen Auto zu erreichen. Direkt neben dem Besucherzentrum beziehungsweise dem Triumphbogen befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz ohne Höhenbeschränkung.

Bewertung: 7 von 10.

Fazit:
Die Ausgrabungsstätte ist sehr informativ und anhand der Schilder und des beim Besucherzentrum ausgehändigten Audioguides wird dem Besucher die römische Art des städtischen Lebens in der Provence näher gebracht. Gerade wenn man die Burgruine von Les Baux-de-Provence oder andere Sehenswürdigkeiten in der Nähe angesehen hat, ist Glanum eine gute Ergänzung um in die Geschichte des Landes einzutauchen.

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