Der Seljalandsfoss ist wohl der am meisten besuchte Wasserfall Islands.
Älgbert Elgson

This article is also available in English.
Der Seljalandsfoss ist ein vollständig umrundbarer Wasserfall mit einem Gefälle von 60 Metern an der Südküste Islands und zählt zu den meistbesuchtesten Attraktionen des Landes. Durch die gute Erreichbarkeit fahren viele Tagestouristen aus Reykjavik im Zuge einer Bus-Rundreise zum Wasserfall.
Der Seljalandsfoss ist der krönende Abschluss des Flusses Seljalandsá bevor er ins Meer mündet und entspringt wie auch der Fluss der den nahegelegenen Skógafoss speist, unterhalb des Gletschers Eyjafjallajökull. Der Vulkan unter dieser Eiskappe war derjenige, der 2010 ausbrach und in Flughäfen in ganz Europa Chaos anrichtete.
Auf den Spuren der Geschichte
Das auffälligste Merkmal des Seljalandsfoss ist die Tatsache, dass man bei diesem Wasserfall „hinter die Kulissen“ blicken kann. Ein Weg führt hinter den Wasserschleier wo sich in den Klippen eine große Höhle befindet die in den warmen Monaten eine vollständige Umrundung erlaubt.
Durch den ständigen Wassernebel sollten sich Besucher jedoch darauf gefasst machen, dass der Weg nass ist und sie selber auch nass werden können. Aufgrund dessen empfehlen wir gutes Schuhwerk anzuziehen um nicht auf den rutschigen Felsen den Halt zu verlieren.
Der Wasserfall ist auch seit 2001 in der Nacht aufgrund der wachsenden Beliebtheit als Reiseziel beleuchtet worden um den Besuchern in den dunkleren Jahreszeiten die Möglichkeit zu geben den Wasserfall in seiner beeindruckenden Gesamtheit sehen zu können.
Nach dem Besuch des Seljalandsfoss können die Besucher zum nahegelegenen Wasserfall Gljúfrabúi weitergehen, der teilweise hinter einer Felswand versteckt liegt. Durch seine Lage etwas abseits ist dieser nicht ganz so bekannt und wird allzu oft übersehen.
Der Seljalandsfoss wird oftmals im Zuge einer Golden Circle Rundreise auch zusammen mit dem nahe gelegenen Skógafoss besucht. Der Wasserfall fällt aus der gleichen Höhe, und obwohl er nicht umkreist werden kann, ist er durch die höheren Wassermassen viel mächtiger und laut einer alten isländischen Legende verbirgt sich hinter diesem ein großer Goldschatz. Einen Beweis für die Existenz dieses Goldschatzes soll ein alter Ring liefern, der der Haltegriff der Schatztruhe gewesen sein soll. Dieses und viele weitere interessante Gegenstände können im nur wenige hundert Meter vom Skógafoss entfernten Byggðasafnið að Skógum – Skogar Museum besichtigt werden.
Praktische Informationen
Direkt beim Wasserfall befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz, eine Toilettenanlage, ein Souvenirshop und ein Imbiss-Stand.
Aufgrund des Wassernebels empfehlen wir nicht nur gutes Schuhwerk, sondern auch wasserfeste Kleidung für den Besuch des Wasserfalles anzuziehen.
Um die wirkliche Schönheit des Wasserfalles einfangen zu können sollte man in den Abendstunden kommen. Zum einen sind die großen Touristenströme aus der Hauptstadt dann schon etwas abgeklungen und zum anderen kann man so den Sonnenuntergang vor dem Wasserfall sehen.
Anreise
Der Seljalandsfoss befindet sich etwa 130 Kilometer außerhalb der isländischen Hauptstadt Reykjavik direkt neben der Ringstraße.
Von dort aus starten auch viele Unternehmen Tagestouren zur Südküste Islands.
Fazit:
Wir finden, dass der Seljalandsfoss ein beeindruckendes Naturschauspiel, gerade in den Abendstunden darstellt. Getrübt wird dieser Eindruck einzig von den vielen Menschen die aufgrund der einfachen Erreichbarkeit in großen Scharen zum Wasserfall strömen.
Zu gewissen Stunden ergießen mehrere Busse gleichzeitig ihre Ladung und diese fällt dann gleichzeitig über den Rundgang her.
Wer die wirkliche Schönheit des Wasserfalls kennenlernen möchte, sollte mit seinem Fotoequipment erst in den Abendstunden anreisen.






