Île Saint-Honorat

Île Saint-Honorat

Ein kleines Naturparadies vor den Toren Cannes.

Älgbert Elgson

This article is also available in English.

Die Îles de Lérins sind eine kleine Inselgruppe an der Côte d‘Azur, nahe der Stadt Cannes. Die Saint-Honorat mit dem Kloster „Abbaye de Lérins“ ist die zweitgrößte Insel und eine autofreie grüne Oase.

Auf den Spuren der Geschichte

Die Insel Saint-Honorat war bereits zu Zeiten der Römer unter dem Namen Lerina bekannt. Zu Beginn des fünften Jahrhunderts gründete Honoratus von Arles nach dem Vorbild der von ihm zuvor bereisten Länder Ägypten und Syrien die Abtei Lérins (Abbaye de Lérins). Innerhalb kurzer Zeit schlossen sich viele dem Mönchtum an und noch im selben sowie im darauffolgendem Jahrhundert wurden viele Bischöfe wie etwa Caesarius von Arles oder Patrick von Irland ausgebildet. In den darauffolgenden Jahren störten immer wieder grausame Überfälle von Piraten oder den Sarazenen die klösterliche Ruhe und trotz der Errichtung einer Befestigungsanlage im Jahr 1073 samt vier Meter hoch gelegenem Eingang konnten diese nicht immer erfolgreich abgewehrt werden. Die vielen Angriffe führten schließlich im Jahr 1787 zur Auflösung des Klosters.

Die Insel war für einige Zeit im Besitz einer wohlhabenden Schauspielerin bis der Bischof von Frejus sie zurückkaufte und die zerstörten Klostergebäude wiedererrichten lies. Bereits 10 Jahre später, also im Jahr 1869 zogen wieder Zisterziensermönche aus der in der Provence gelegenen Abtei von Sénanque ein.

Die heute im Kloster lebenden Mönche befolgen die Regeln des heiligen Benedikt und verbringen ihre Zeit hauptsächlich mit arbeiten und beten.

Île Saint-Honorat
Île Saint-Honorat

Praktische Informationen

Die Île Saint-Honorat ist etwa 1,5 Kilometer lang und an der breitesten Stelle nur 600 Meter breit. Ein großer Teil der Inselfläche wird von dem Kloster bedeckt, auf der restlichen Insel wächste die Vegetation wild und eine Inselumrundung ist innerhalb von zwei Stunden möglich. Entlang des Rundweges hat man immer wieder einen wunderbaren Blick auf die Côte d’Azur und Pinienbäume, Kakteen und andere Pflanzenarten können bestaunt werden. Auch Tierliebhaber kommen auf der Insel auf ihre Kosten, denn die Lérins-Inseln sind für ihre besonderen Tierarten bekannt.

In den Gärten des Klosters wird bereits seit dem Mittelalter Weinbau betrieben und seit dem 19. Jahrhundert werden von den Mönchen auch Liköre hergestellt. Besonders berühmt ist der Kräuterlikör Lérina, der sowie alle anderen Erzeugnisse der Insel erworben werden können.

Bis heute sind noch an beiden Inselenden Teile von große Ofenanlagen zu sehen, die zur Bekämpfung von hölzernen Schiffen errichtet wurden. Mit Hilfe von Feuer wurden darin Kanonenkugeln erwärmt, um einen effektiveren Schaden zu erreichen. Der Festungsturm im südöstlichen Teil der Insel blieb erhalten und kann besichtigt werden. Von ganz oben hat man einen wunderschönen Ausblick über die gesamte Insel und auf das Meer.

Ebenfalls im unterschiedlichen Zustand erhalten blieben sieben Kapellen. An den zweiten Weltkrieg und die deutsche Besetzung erinnern bis heute zwei Geschützbunker, die Cannes und die Umgebung vor einer alliierten Invasion schützen sollten.

Auf der Insel kann es im Sommer sehr heiß werden, es ist jedoch aufgrund der vielen Bäume kein Problem Schatten zu finden. Es gibt auch ein Restaurant und eine kleines Geschäft in dem die Erzeugnisse des Klosters gekauft werden können.

  • Île Saint-Honorat
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Anreise

Die Île Saint-Honorat ist ab Cannes mit der Fähre zu erreichen. Die Kosten für Hin- und Rückfahrt betragen für einen Erwachsenen ungefähr 15 €. In Cannes gibt es einige Parkgaragen, jedoch sind diese zur Hauptsaison oder bei bestimmten Veranstaltungen schnell überfüllt. Also entweder früh aufstehen, auf Glück hoffen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Zwischen Cannes und Nizza verkehren die Züge mehrmals pro Tag und selbst Paris ist mit dem Zug nur etwas mehr als fünf Stunden entfernt.

Bewertung: 8 von 10.

Fazit:
Eine nette kleine Insel etwas abseits der Hektik der Großstadt. Noch unberührter ist sicher die große Schwesterninsel Sainte-Marguerite, da auf Saint-Honorat die Mönche einen Großteil des Landes bewirtschaften. Wir empfehlen zusätzlich zu den Badesachen bei Bedarf Getränke und einen Imbiss selbst mitzubringen, da es viele schöne Plätze gibt und das dortige Restaurant samt dem kleinen Geschäft eher hochpreisig und überfüllt sind.

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