Nîmes

Römische Spuren wo auch immer man hinblickt.

Älgbert Elgson

This article is also available in English.

Die Stadt Nîmes geht auf eine alte keltische Ansiedlung zurück. Die ursprüngliche Bezeichnung Nemausus kommt von der keltischen Quellgottheit und der nahe gelegenen Quelle mit dem selben Namen.
Schon 121 vor Christus wurde das Gebiet von den Römern erobert und Soldaten Roms siedelten in und um Nemausus. Die Stadt wurde schnell zu einem Beispiel für die gallo-römische Kultur.
Viele Gebäude zeugen noch heute von der einstigen Bedeutung im Römischen Reich.

Amphitheater Nîmes
Amphitheater Nîmes

Die Römer erbauten in Nîmes ein Amphitheater nach Vorbild des Großen Kolloseums in Rom und es bot etwa 24.000 Menschen Platz. Heute hat die Arena noch etwa 13.000 Sitzplätze und wird immer noch für Veranstaltungen aller Art verwendet. Beim „Festival de Nîmes“ traten schon Bands wie Metallica oder Rammstein in diesem alten Gebäude auf. Auch Stierkämpfe und Historienspiele werden in regelmäßigen Abstanden hier abgehalten.
Die Arènes zählt zu den besterhaltensten seiner Art, ist ganzjährig für Touristen geöffnet und bietet mit Audioguides in verschiedenen Sprachen und Informationstafeln einen informativen Einblick in das Leben der Römer und insbesondere Gladiatoren.

  • Amphitheater Nîmes
  • Amphitheater Nîmes
  • Amphitheater Nîmes
  • Amphitheater Nîmes
  • Amphitheater Nîmes

Überall in der Stadt können Spuren der römischen Geschichte gefunden werden. Die in den Boden eingelassenen Markierungen an den Stellen wo einst die Stadtmauer verlaufen ist, das berühmte Maison Carrée, ein Tempel errichtet beim Forum der Stadt oder auch die Überreste der Stadttore, egal wo man hinsieht wird man auf römische Spuren treffen.
So auch beim Tour Magne, einem alten Wachturm der Kelten den die Römer in die Stadtmauern integrierten. Heute kann man den Turm als Aussichtsplattform besteigen und hat einen wunderschönen Blick über die Altstadt von Nîmes.

  • Maison Carrée in Nîmes
  • Maison Carrée in Nîmes
  • Tour Magne Nîmes
  • Tour Magne Nîmes
  • Tour Magne Nîmes
  • Tour Magne Nîmes
  • Tour Magne Nîmes
  • Tour Magne Nîmes
  • Maison Carrée in Nîmes
  • Nîmes

Nicht nur die Römer haben das Stadtbild nachhaltig geprägt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Stadt an vielen Stellen umgestaltet. In dieser Zeit wurde auch der Jardin de la Fontaine angelegt. Dieser erstreckt sich vom Tour Magne herab bis zur Avenue Jean Jaurès, der angelegten Prachtstraße der Stadt. Die Quelle, die der Stadt den Namen gegeben hat, sowie der Dianatempel wurden in die französische Parklandschaft integriert. Auch in der restlichen Altstadt sieht man an vielen Stellen Anzeichen dieser Erneuerung in der Architektur, die sich bis heute im Stadtbild gehalten hat.

  • Jardins de la Fontaine Nîmes
  • Jardins de la Fontaine Nîmes
  • Jardins de la Fontaine Nîmes
  • Jardins de la Fontaine Nîmes
  • Jardins de la Fontaine Nîmes
  • Jardins de la Fontaine Nîmes: Dianatempel
  • Jardins de la Fontaine Nîmes: Dianatempel
  • Jardins de la Fontaine Nîmes
  • Nîmes

Anreise

Nîmes ist sehr gut mit dem Zug erreichbar, da die Stadt direkt an der Hauptlinie von Avignon nach Montpellier liegt. Der Bahnhof ist sehr zentral gelegen und daher kann die Altstadt sehr gut zu Fuß erkundet werden.
Wer mit dem Auto anreisen möchte, sollte sich vorab über die Lage der Parkhäuser informieren. Die Straßen und Gassen sind oftmals sehr eng und als Einbahnstraße ausgelegt.
Wir empfehlen die Parkgarage direkt beim Bahnhof zu benutzen, da diese einfach zu erreichen und gut für eine Stadttour gelegen ist.

Bewertung: 8 von 10.

Fazit:
Die Stadt Nîmes kann in vielerlei Hinsicht überzeugen. Zum Einen sind es die schönen Gebäude, zum Anderen der Umstand, dass es sich um einen wirklich belebten Stadtkern handelt. Es ist nicht so steril wie andere touristische Städte in Frankreich. Man sieht auch, dass hier jemand wohnt.
Wer typisch französische Back- und Süßwaren genießen möchte, sollte unbedingt in der Boulangerie Croquants Villaret in der Rue de la Madeleine vorbeikommen.

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