Schönbrunner Weihnachtsmarkt

Weihnachten in Schönbrunn | Christmas in Schönbrunn

Heiße Maroni und ein Marillenpunsch – was will man mehr?

Älgbert Elgson

Im Dezember häufen sich Ansammlungen von kleinen Holzhäuschen in vielen Dörfern und Städten im Land. Meistens sind dort auch viele Menschen anzutreffen, die aus verschiedenen Gründen zu der einen oder anderen kleinen Hütte kommen um dort Tauschgeschäfte zu tätigen – meistens Geld gegen Ware. Sei es wegen des leiblichen Wohles oder der Aquirierung von Zeug, dass man eigentlich nicht wirklich braucht, aber man trotzdem haben möchte.
Landläufig bekannt ist dieses Phänomen unter dem Namen „Weihnachtsmarkt“.

© Mihai Doarna/www.mihaid.ro

In Österreich ist dieses bunte Treiben zur Weihnachtszeit auch als Christkindlmarkt bekannt.
Da Älgbert beim Weihnachtsmann aufgewachsen ist, ist er von Natur aus sehr begeistert von Weihnachten. Wir haben ihn ja im Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi das erste Mal getroffen und gemeinsam entschieden ihn auf unseren Reisen mitzunehmen.

Daher lag der Gedanke nahe mit Älgbert einen Ausflug in unsere Hauptstadt zu unternehmen und den Christkindlmarkt beim Schloss Schönbrunn zu besuchen.

Schönbrunn
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Die Hinfahrt mit dem Auto war entspannter als gedacht. Wir hatten schon Sorge als Anti-Großstädter im Verkehrschaos unterzugehen.
Wenn wir nicht noch etwas in den Außenbezirken von Wien zu erledigen gehabt hätten, wären wir definitiv entspannt mit dem Zug nach Wien gereist. Das öffentliche Verkehrsnetz nach und in Wien ist sehr gut ausgebaut und wirklich zu empfehlen, wenn man in der Stadt unterwegs ist. Mit Hilfe von Bus und U-Bahn kommt man (fast) überall hin – und das auch noch verhältnismäßig günstig.
Das Schloss Schönbrunn liegt nahe mehrerer U-Bahn-Stationen und dem Wiener Westbahnhof.

Doch auch mit dem eigenen Auto ist die Fahrt nach und auch in Wien entspannter als gedacht. Nicht umsonst zählt die Hauptstadt Österreichs auch zu den autofreundlichsten Städten der Welt.
Gleich anschließend an das Schloss befindet sich auch der Tierpark Schönbrunn, sowie das Technische Museum. In diesem Fall ein wahrlich glücklicher Umstand.
Rundum gibt es zahlreiche Parkhäuser, doch auch Gratis-Parkplätze – wenn man weiß wo man suchen muss.
Im Seckendorff-Gudent-Weg, nahe der Tierärztlichen Ordination des Tierparks Schönbrunn, gibt es einige kostenlose Parkplätze die für den Besuch des Tiergartens vorgesehen sind. Aber nur so lange der Vorrat reicht 😉

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Schon am Weg von unserem Parkplatz trafen wir auf einige gefiederten Bewohner des Areals rund um das Schloss. Die Wege der Parkanlage sind sehr breit und schnurgerade, dies war ein gängiges Mittel der Parkarchitekten des 18.Jahrhunderts um Blickachsen zu schaffen.

Wir nutzten die Zeit und schlenderten zuerst durch das große Areal des Schlossparks. An der Gloriette vorbei ging es über die (falschen) römischen Ruinen Richtung Kronprinzengarten und schließlich am Schloss vorbei zum Weihnachtsmarkt.

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Dort angekommen ist es schwer zu entscheiden zu welchem Verkaufsstand man zuerst gehen möchte. Von überall kommen Gerüche, von käsig-deftig bis lieblich-fruchtig, die zu dem ein oder anderen Gericht einladen. Die Auswahl lässt keine Wünsche offen. Es gibt warmes Gulasch, serviert in Brotlaiben, Käsespätzle, Reclettebrote, Kaiserschmarrn und vieles mehr. In über 80 Hütten wird am Ehrenhof des Schlosses traditionelles Kunsthandwerk, nostalgisches Spielzeug sowie Weihnachtsdekorationen aus Holz, Keramik, Glas oder Papier angeboten. Dieses Jahr sind auch zwei „Wechselhütten“ vertreten, die sich verschiedene Kleinaussteller nacheinander teilen und so die Möglichkeit bekommen ihre Waren und Erzeugnisse den Besuchern näher bringen zu können.
Für nähere Informationen, wie etwa zu den Ausstellern, besuche bitte die offizielle Website des Veranstalters.

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Schon nach wenigen Metern wurden wir wie an unsichtbaren Fäden zu den ersten „Schmankerlhütten“ mit ihren traditionellen Gaumenfreuden gezogen. Mit Raclettebrot, schokoladengetauchten Marzipankugeln und Punsch ausgestattet setzten wir uns etwas Abseits und ließen das Geschehen auf uns Wirken. Es war ein reges Treiben zu sehen und viele verschiedene Sprachen zu hören. Der Weihnachtsmarkt scheint sehr beliebt zu sein bei den Touristen.
Auch die diversen Weihnachtsartikel haben es uns angetan. Auf einigen Weihnachtsmärkten sieht man leider schon allzu viel Kitsch und Ramsch die anstatt Handwerkskunst angeboten werden. Nicht so hier. Man kann den Ausstellern auch in ihren kleinen Holzhäuschen bei der Arbeit zusehen und bei Kaufinteresse auch eigene Ideen einbringen und so mit ihnen leicht in ein Gespräch kommen. Alle Aussteller sind sehr hilfsbereit und beantworten mit Freude alle gestellten Fragen.

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Als es anfing dunkel zu werden, setzten wir unseren Spaziergang fort durch den Schönbrunner Schlosspark, vorbei am Palmenhaus und dem Irrgarten zurück zum Café in der Gloriette.
Zum Abschluss des schönen Tages belohnten wir uns selbst mit einem Wiener Apfelstrudel und heißer Schokolade in diesem schönen Ambiente. Das Café Gloriette profitiert ungemein von seiner Lage vis-a-vis des Schlosses.
Das Gebäude wurde als letzter Teil der Baulichkeiten des Gartens 1775 fertiggestellt und als Frühstücks- und Speisesaal bis zum Ende der Monarchie verwendet.

So war der Tag leider auch schon zu Ende und wir mussten den Heimweg antreten.
Wir kommen aber auf jeden Fall nächstes Jahr wieder und nehmen uns mehr Zeit um auch das Schloss zu besichtigen.

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Wir waren im Jahr: 2019

Ein Kommentar zu “Schönbrunner Weihnachtsmarkt

  1. Marillenlikör 🤗

    Dann bin icj ja mal gespannt, wo ihr den Jahreswechsel verbringen werdet und ob es auch einen Bericht geben wird.

    Geruhsames Fest und guten Rutsch 🙋🏻‍♂️

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